Konzerte & Events

Hier finden Sie unsere aktuellen Konzert- und Veranstaltungsankündigungen.

 Orgel-Sommer in Land Hadeln 2026 

Der niederdeutsche Kulturraum entlang der Nordsee  mit seinem weltweit einmaligen Bestand an historischen Orgeln ist die reichste Orgellandschaft der Welt. Drei der schönsten und bedeutendsten dieser Denkmalsorgeln finden sich in den drei Bauerndomen in Land Hadeln an der Niederelbe im Umkreis von nur 12 Kilometern: Altenbruch, Lüdingworth und Otterndorf. In den Sommermonaten erklingt dieses europäische Kulturerbe regelmäßig. 

St. Nicolai, Altenbruch

Klapmeyer-Orgel (1727)

3 Manuale, 1 Pedal
35 Register
restauriert: 2004 von
Jürgen und Hendrik Ahrend, Leer

St. Jacobi, Lüdingworth

Wilde-Schnitger-Orgel (1598/1682)

3 Manuale, 1 Pedal
35 Register
restauriert: 1982 von 
Jürgen Ahrend, Leer

St. Severi, Otterndorf

Gloger-Orgel (1742)

3 Manuale, 1 Pedal
46 Register
restauriert: 2024 von
Hendrik Ahrend, Leer


Otterndorf, St.-Severi-Kirche, Samstag, 27. Juni 2026, 18:00 Uhr

 

An der Gloger-Orgel:
Prof. Dr. Martin Sander, München / Basel 

Programm:
Werke von Heinrich Scheidemann, Samuel Scheidt, Dietrich Buxtehude, Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Sebastian Bach.

Abendkasse | Eintritt 12 €

weitere Informationen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Sander_(Organist)

Homepage Martin Sander:

http://www.martinsander.de/ 

Altenbruch, St.-Nicolai-Kirche, Samstag, 11. Juli 2026, 18:00 Uhr

An der Klapmeyer-Orgel:
Anna Scholl, Halle/Saale

Programm:

Werke von Scheidt, Weckmann, Bach, Buxtehude u. a.

Abendkasse | Eintritt 12 €

Lüdingworth, St.-Jacobi-Kirche, Samstag, 25. Juli 2026, 18:00 Uhr

An der Wilde-Schnitger-Orgel: 
Prof. Krzysztof Urbaniak, Bremen

Programm:
Werke von Sweelinck, Rossi, Weckmann, Frescobaldi u. a.

Abendkasse | Eintritt 12 €

Altenbruch, St.-Nicolai-Kirche, Samstag, 8. August 2026, 18:00 Uhr

An der Klapmeyer-Orgel:
Ingo Duvensee, Altenbruch

Programm:
Werke von Bruhns, Scheidemann, Sweelinck, Bach u. a.

Abendkasse | Eintritt 12 €

Otterndorf, St.-Severi-Kirche, Freitag, 21. August 2026, 19:30 Uhr

An der Gloger-Orgel:
Prof. Masaaki Suzuki, Tokio, Japan / Yale, USA

weitere Informationen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Masaaki_Suzuki_(Musiker)

Hörprobe: 
J. S. Bach, Der Tag, der ist so freudenreich, BWV 605 

https://www.youtube.com/watch?v=6PnZCUbaol0

Homepage Musikfest Bremen:
https://musikfest-bremen.de/


Kartenvorverkauf online nur über Musikfest Bremen
Eintritt: Einheitspreis 18 € (Ermäßigung 20%)
Abendkasse in Otterndorf

Programm:
Johann Sebastian Bach: Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564, Toccata C-Dur BWV 566, Choräle aus dem Orgelbüchlein BWV 599-644 und weitere Werke

"Masaaki Suzuki ist eine Institution in Sachen Bach! 1954 als Kind evangelischer Christen im japanischen Kobe geboren, saß er schon mit zwölf Jahren im Gottesdienst an der Kirchenorgel. In der westlichen Musikwelt wurde er vor allem mit seinem 1990 gegründeten Bach Collegium Japan und der mehrfach ausgezeichneten Einspielung sämtlicher Bachkantaten bekannt. Doch der Musikfest-Preisträger von 2011 blieb stets auch dem Orgelspiel treu und arbeitet seit 2015 an einer Gesamteinspielung der Orgelwerke von Bach auf historischen Instrumenten. Die im Oktober 2024 nach einer umfassenden Restaurierung wieder eingeweihte Orgel von Dietrich Christoph Gloger in Otterndorf gehört mit ihren 46 Registern und 2.527 Pfeifen zum Reigen der großen Barockorgeln Norddeutschlands. Keine Frage, dass Masaaki Suzuki die Möglichkeiten dieses Instruments für eine bildkräftige Registrierung optimal einsetzen wird. Mit seinem ausgeprägten Sinn für große Zusammenhänge wie filigrane Details werden die ausgewählten Bach-Werke bei ihm zu einem erhabenen Erlebnis!" (Musikfest Bremen, Programmheft 2026)

Lüdingworth, St.-Jacobi-Kirche, Samstag, 22. August 2026, 18:00 Uhr

An der Wilde-Schnitger-Orgel: 
Prof. Mari Fukomoto, Berlin

Programm:
Werke von Byrd, Scheidt, Strungk u. a.

Abendkasse | Eintritt 12 €

Otterndorf, St.-Severi-Kirche, Samstag, 5. September 2026, 18:00 Uhr

An der Gloger-Orgel:
Prof. Erwin Wiersinga, Roden / Groningen, Niederlande

Programm:
Werke von Dietrich Buxtehude, Georg Böhm, Delphin Strungk, Vincent Lübeck und Johann Sebastian Bach

Abendkasse | Eintritt 12 €

Hörprobe:
J.S. Bach, Liebster Jesu, wir sind hier (BWV 731)

https://www.youtube.com/watch?v=ZMahNaK12zI

Vergangene Konzerte & Events

4. Internationales Bachfest Hamburg 2026
- Mit Bach vor den Toren der Stadt -

Europäisches Kulturerbe 

IM DREIKLANG: DIE DREI BAUERNDOME IN LAND HADELN

Projekt der Carl Philipp Emanuel Bach Akademie Hamburg,
der Stiftung Historische Orgeln Altenbruch und Lüdingworth und
des Vereins zum Erhalt der Gloger-Orgel Otterndorf e. V.

Schirmherr: Ministerpräsident Olaf Lies

Grußwort 

des
Niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies

für das 4. Internationale Bachfest Hamburg 2026 
in Land Hadeln

   

Das Internationale Bachfest Hamburg 2026 macht das außergewöhnliche musikalische Erbe der Familie Bach auf vielfältige Weise erlebbar. Es regt dazu an, sich mit den einzigartigen Kompositionen zu befassen und ihre historische Bedeutung zu erspüren. 

 

Als Ministerpräsident des Landes Niedersachsen freue ich mich natürlich besonders über die Einbindung niedersächsischer Konzertorte in das Gesamtprogramm des Festivals. Daher habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für das Internationale Bachfest Hamburg im Land Hadeln übernommen. 

 

Das Projekt „Im Dreiklang: die drei Bauerndome im Land Hadeln“ verbindet künstlerisch herausragende Konzerte mit unserem wertvollen Kulturerbe. Die Bauerndome in Lüdingworth, Altenbruch und Otterndorf eignen sich hervorragend für dieses Projekt. So kann das Publikum Konzerte in drei denkmalgeschützten niedersächsischen Kirchen besuchen und die einmaligen Klänge der Musik an drei restaurierten, historisch bedeutsamen Denkmalsorgeln erleben. 

 

Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement und lade Sie herzlich ein, diese besonderen Programmpunkte des Internationalen Bachfests Hamburg 2026 bei uns in Niedersachsen zu erleben. 

 

Hannover, im November 2025

Olaf Lies

Niedersächsischer Ministerpräsident

DREIKLANG III

Samstag, 11. April 2026, 18:00 Uhr  | St. Severi-Kirche Otterndorf 

Festliches Konzert

Kantaten von Johann Sebastian Bach 


Mitwirkende

Mitglieder des NDR-Vokalensembles:
Catherina Witting Sopran
Anna Maria Torkel Alt
Nils Giebelshausen Tenor
Andreas Heinemeyer Bass
NDR Barock Instrumentalensemble
Christian Müller
Orgel
Hansjörg Albrecht
Leitung & Cembalo 

 Programm

Johann Sebastian Bach  

Kantate „Allein zu dir, Herr Jesu Christ“ 

  • BWV 33 zum 13. Sonntag nach Trinitatis 

Kantate „Alles nur nach Gottes Willen“ 

  • BWV 72 zum 3. Sonntag nach Epiphanias 

Toccata und Fuge in d-Moll, „die dorische“ BWV 538
Kantate „Wer sich selbst erhöhet“ 

  • BWV 47 zum 17. Sonntag nach Trinitatis 

Kantate „Sie werden euch in den Bann tun“

  • BWV 44 zum Sonntag nach Himmelfahrt 


Eintrittskarten

  • 39 € (ermäßigt 26 €) - freie Platzwahl

Kartenvorverkauf bis 11.04.26 vormittags

  • Medem-Apotheke Otterndorf
  • Ratsapotheke Otterndorf
  • Olivia Buchhandlung Cuxhaven
  • Hess Schmuck & Uhren Cadenberge
  • Hunger-MarC5 Cadenberge


oder per Email  Tickets bestellen, ab 07.04.2026 mangels ausreichender Postlaufzeit nur noch Kartenreservierungen für Abholung und Erwerb an der Abendkasse möglich

Abendkasse 

  • am 11.04.2026 ab 17:00 Uhr in der St. Severi-Kirche
  • Es stehen ausreichend Restkarten zum Kauf an der Abendkasse zur Verfügung.
  • Wir empfehlen, die Eintrittskarten bevorzugt im Vorverkauf zu erwerben, damit Sie nicht unnötig lange anstehen müssen. Die räumlichen Gegebenheiten im Eingangsbereich unserer denkmalgeschützten Kirche sind beengt.

Gut zu wissen...

  • Einlass: ab 17:00 Uhr
  • freie Platzwahl
  • Konzertbeginn: 18:00 Uhr
  • Konzertende: ca. 20:15 Uhr
  • keine Pause

GEDANKEN ZUM PROGRAMM

Am 11. April 2026 wird die St.-Severi-Kirche im Rahmen des 4. Internationalen Hachfestes Hamburg zu einem Ort konzentrierter musikalischer Intensität.

Unter der Leitung von Hansjörg Albrecht, international renommierter Dirigent & Konzertorganist, Bach-Spezialist und künstlerischer Leiter der CPE.Bach.Akademie.Hamburg sowie des Internationalen Bachfestes Hamburg, musizieren ein Vokalquartett des NDR Vokalensembles sowie das Ensemble NDR Barock vier ausgewählte Kantaten von Johann Sebastian Bach – Werke, die exemplarisch für die geistliche Ausdruckskraft und kompositorische Meisterschaft des Thomaskantors stehen.

Im Zentrum des Programms stehen die Kantaten „Allein zu dir, Herr Jesu Christ“ BWV 33, „Alles nur nach Gottes Willen“ BWV 72, „Wer sich selbst erhöhet“ BWV 47 sowie „Sie werden euch in den Bann tun“ BWV 44. Ergänzt wird der Abend durch die monumentale „Dorische“ Toccata und Fuge d-Moll BWV 538 für Orgel.

Die Auswahl dieser Werke folgt einer klaren künstlerischen Idee: Sie beleuchten zentrale Aspekte des lutherischen Glaubens – Vertrauen, Demut, Ergebung und Standhaftigkeit – und spiegeln zugleich die enorme stilistische Bandbreite Bachs zwischen inniger Choralkantate, dramatischer Affektrhetorik und virtuoser Instrumentalkunst.

Besonders bemerkenswert ist die Aufführungskonzeption: Die Kantaten erklingen in solistischer Besetzung, orientiert an musikwissenschaftlichen Erkenntnissen zur Praxis der Bachzeit. Impulse hierfür gehen unter anderem von dem amerikanischen Musikwissenschaftler und Dirigenten Joshua Rifkin aus, der in den 1980er Jahren die These vertrat, dass Bachs Vokalmusik häufig solistisch – also mit nur einer Stimme pro Partie – aufgeführt worden sei. Diese Perspektive hat die Bach-Interpretation weltweit nachhaltig beeinflusst und eröffnet eine neue Transparenz im Klangbild.

In dieser kammermusikalischen Lesart treten die kontrapunktischen Strukturen, die rhetorische Feinzeichnung der Texte sowie die dialogische Anlage zwischen Stimmen und Instrumenten besonders plastisch hervor. Die geistlichen Aussagen gewinnen dadurch eine unmittelbare, fast intime Ausdruckskraft, die dem sakralen Raum von St. Severi in besonderer Weise entspricht.


Die „Dorische“ Toccata und Fuge erklingt auf der frisch restaurierten Gloger-Orgel von 1741 – einem herausragenden Zeugnis norddeutscher Barockorgelkunst. Gerade Johann Sebastian Bach war durch die Instrumente und die Klangästhetik der norddeutschen Orgelschule, insbesondere durch die Werke und den Einfluss von Arp Schnitger, nachhaltig geprägt. Die kraftvolle Prinzipalstruktur, die farbenreiche Disposition und die architektonische Klarheit dieser Instrumente spiegeln sich in Bachs Orgelkompositionen in besonderer Weise wider. 


In Otterndorf verbindet sich so historische Klangsubstanz unmittelbar mit Bachs visionärer Tonsprache. Hansjörg Albrecht,  verbindet mit diesem Programm historisch informierte Aufführungspraxis mit lebendiger musikalischer Gegenwart. Das Vokalquartett des NDR Vokalensembles sowie das NDR Barockensemble garantieren höchste stilistische Präzision und Ausdruckstiefe. So wird der Abend in Otterndorf nicht nur eine Hommage an Johann Sebastian Bach, sondern zugleich eine Einladung, dessen Musik neu zu hören: durchsichtig, bewegend und von zeitloser geistlicher Kraft.

NDR VOKALENSEMBLE & NDR BAROCK

Das NDR Vokalensemble ist ein professioneller Kammerchor von internationalem Rang, der stilistisch ein äußerst breites Repertoire von Alter Musik bis zu Uraufführungen pflegt. Es ist fester Partner der Klangkörper und Konzertreihen des Norddeutschen Rundfunks, insbesondere des NDR Elbphilharmonieorchesters, und steht seit der Saison 2018/19 unter der Leitung des Chefdirigenten Klaas Stok.

NDR Barock ist das auf historische Aufführungspraxis spezialisierte Barockensemble des NDR Elbphilharmonieorchesters, das sich der Musik vor allem des 17. und 18. Jahrhunderts widmet. Die Mitglieder des Orchesters musizieren hier in kammermusikalischer Besetzung mit einem Fokus auf stilbewusste Interpretationen und die Zusammenarbeit mit renommierten Spezialistinnen und Spezialisten für Alte Musik. 

DREIKLANG II

Samstag, 11. April 2026, 11:00 Uhr
St. Jakobi-Kirche Lüdingworth
 

Konzert für Orgel und Violine 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Präludium C-Dur BWV 547 für Orgel
 Fuge C-Dur BWV 547 für Orgel
 Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004 für Violine solo         
 
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)
Concerto C-Dur Wq. 112 Nr. 1 für Orgel
 
Mitwirkende:
Sonyoung Park Barockvioline
Hansjörg Albrecht Wilde-Schnitger-Orgel 


Eintritt: 15 € - nur Tageskasse 


DREIKLANG I

Ostersonntag, 5. April 2026, 10:00 Uhr 
St. Nikolai-Kirche Altenbruch 

Festgottesdienst zum Osterfest 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Präludium und Fuge in C-Dur BWV 545 für Orgel
Sonate Nr. 3 C-Dur BWV 1005 für Violine solo
Präludium und Fuge in G-Dur BWV 550 für Orgel
 
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-788)
Sonate F-Dur Wq. 70 Nr. 3 für Orgel            


Mitwirkende:
Sonyoung Park Barockvioline
Antonio Di Dedda Klapmeyer-Orgel


Eintritt frei - um Spenden und Kollekte wird gebeten


Mittwoch, 28. Januar 2026, 17:00 Uhr

Metropolitan Baroque 

Der Gloger-Orgelverein zu Gast im Museum gegenstandsfreier Kunst Otterndorf
 

Márton Nemes Skulptur Toccata ist eine Quasi-Orgel, ein Kunstwerk mit viel Licht, viel Farbe, vielen Materialien - es reflektiert Lichter, wie in einer Großstadt, es spielt Musik aus Stelen versehen mit Lautsprechern, wie aus Pfeifen einer Orgel. Das Werk lässt Verbindungen zu: Metropolitan Baroque zur Gloger-Barockorgel, von alt zu neu, von Musik zu Malerei usw.
Führung durch die aktuelle Ausstellung mit Kurator und Direktor des MgK Wilko Austermann.
Eintritt frei.

Sonnabend, 27. Dezember 2025

Sternstunden-Konzert 2025 

The Melting Voice

Virtuose Instrumentalmusik und Gesang - ein musikalischer Streifzug voller Spiel- und Lebensfreude durch geistliche und weltliche Klangwelten der Renaissance und des Barocks Englands und Italiens mit weihnachtlichen Akzenten - ein Programm irgendwo zwischen stiller Andacht und freudigem Fußwippen 

Ensemble Interchange

    Matija Chlupacek - Blockflöte & Gesang
    Friederike Vollert - Blockflöte & Gesang
    Sara Roque Coroado - Barockcello
    Felix Ritter - Lauteninstrumente
    Tung-Han Hu - Cembalo & Truhenorgel

Das Quintett steht für virtuose Instrumentalmusik und Gesang voller Spielfreude. Seine Mitglieder sind Preisträger äußerst renommierter, internationaler Wettbewerbe (Musica Antiqua Brügge, Internationaler Händel Wettbewerb Göttingen, Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig u. a.).

Über das Programm

The Melting Voice

Musik, die singt – ob mit oder ohne Worte. Die barocke Klangwelt ist zutiefst vom Gesang inspiriert: Instrumente ahmen die menschliche Stimme nach, und Melodien fließen mühelos zwischen Vokal- und Instrumentalmusik. Genau hier setzt das Ensemble Interchange an – mit einem Programm, das die Grenzen zwischen Singendem und Spielendem verwischt.

Im Mittelpunkt stehen dabei England und Italien – zwei musikalische Welten, die im Barock immer wieder aufeinandertreffen. Die italienische Oper und ihr expressiver Stil faszinierten englische Komponisten und hinterließen deutliche Spuren in ihrer Musik. Und auch die Volksmusik wandert: Englische Sammlungen wie John Playfords The English Dancing Master enthalten Melodien aus Italien, die in England zu beliebten Tänzen wurden.

Auch die Weihnachtszeit kommt nicht zu kurz: Zwischen barocken Kunststücken und virtuosen Sonaten mischen sich Melodien zu diesen Festtagen aus Mittelalter und Renaissance. So entsteht ein musikalischer Streifzug durch geistliche und weltliche Klangwelten, der sich irgendwo zwischen stiller Andacht und freudigem Fußwippen bewegt. Ein Spiel zwischen Stimme und Instrument, zwischen Stilen und Traditionen – eine Musik, die atmet, sich verändert und immer wieder neu entsteht.

Das Sternstunden-Konzert mit dem Ensemble Interchange wird gefördert durch die die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb des Deutschen Musikrates und die GVL .

Hörprobe: Ensemble Interchange

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Sonnabend, 8. November 2025

Mozart-Requiem

Licht und Schatten, emotionale Tiefe, Dramatik, Ruhelosigkeit und melancholische Schönheit – das vereint Mozarts großartige Musik in diesem Konzert. Neben der strahlenden Orgel-Ouvertüre C-Dur, der bekannten Sinfonie Nr. 40 g-Moll und dem Münchner Kyrie in d-Moll erklingt auch eines seiner eindrucksvollsten Werke: das Requiem in d-Moll

Ausführende:

   Julia Sophie Wagner - Sopran
   Nicole Pieper - Alt
   Georg Poplutz - Tenor
   Daniel Ochoa - Bass
   Ensemble Schirokko Hamburg
   Carl-Emanuel-Bach-Chor Hamburg
   Hansjörg Albrecht - Leitung und Orgel

Programm:
   Wolfgang Amadeus Mozart
   
Ouvertüre C-Dur für Orgel
   Kyrie d-Moll KV 341
   Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 543
   Requiem d-Moll KV 626

Über das Programm: 

Dunkel. Dramatisch. Mitreißend.

Was passiert, wenn Musik Tod, Trauer und Triumph zugleich spürbar macht? Wenn Noten Fragen stellen, die keine Worte beantworten. Dann ist man mittendrin: im Kosmos von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Requiem ist ein Vermächtnis Mozarts – dramatisch und unfertig, denn das Requiem in d-Moll wurde zu Mozarts eigenem Requiem, da er bereits während der Komposition des Auftragswerkes schwer erkrankte und im Dezember 1791 verstarb. Die Totenmesse, in der für Mozart seltenen Tonart d-Moll geschrieben, zählt dennoch zu den bekanntesten und beliebtesten seiner Kompositionen. Hier geht es um Religion und um die großen Fragen des Lebens. Dabei wird – anders als in früheren Kompositionen – nicht die solistische Virtuosität in den Vordergrund gerückt, sondern ein vierstimmiger Chor. Selbst das Solistenquartett tritt hier meist als Ensemble auf.

Das darüber hinaus im Konzert erklingende Kyrie in d-Moll (Münchner Kyrie) fällt von der Entstehungszeit ebenfalls in Mozarts letzte Lebensjahre, in denen er sich nachweislich verstärkt der Sakralmusik widmete. Auch Mozarts Sinfonie Nr. 40 in g-Moll gehört zu den mitreißendsten Werken des Komponisten. Allein das Eröffnungsmotiv hat großen Erkennungswert. Noch heute finden sich Ausschnitte der zeitlosen Komposition in Pop-Arrangements und Handy-Klingeltönen wieder. Mit geschickter Kompositionstechnik zeigt Mozart im Werk eindrucksvoll Licht und Schatten, emotionale Tiefe, Dramatik, Ruhelosigkeit und melancholische Schönheit. 

Hörbeispiel 

CPE Bach Akademie mit dem Magnificat von CPE Bach

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Zustimmen & anzeigen

Für die Unterstützung und Förderung des Mozart-Requiems bedanken wir uns herzlich bei: